In jedem Spiegel in dem ich mich betrachte sehe ich ein widerwärtiges, ekeliges, speckiges Monster. Ein anderer Ausdruck wäre nicht zutreffend. Gerade saß ich eine halbe Stunde vor meinem Spiegel und sah mich an, jeder Zentimeter meines Körpers, egal wo man hinsieht, ist schwabbelig und unausstehlich. Nicht nur einmal habe ich den Gedanken in einem falschen Körper zu stecken. Ich will dünn,schlank, zierlich und perfekt sein! Aber vielleicht ist das mein Fluch, meine Aufgabe auf der Erde die es zu bewältigen gilt, solange ich nicht dünn bin darf ich nicht gehen. Ich strenge mich an, aber es genügt nicht. Ich muss meine gesamte Energie auf das Essen, bzw. das nicht Essen fokussieren. Ich habe so einige Probleme damit, ich habe schon so viele Versuche unternommen, immer mit dem Gedanken ich schaffe das, obwohl ich im inneren nach höchstens dem fünften Versuch schon wusste ich kann es nicht. Ich versuche mir nur etwas einzureden, damit ich wenigstens ein paar Tage durchhalte.
,,Du kannst es nicht, du bist nicht stark genug! Du bist schwach und dein Wille ist beinahe nicht vorhanden. Wieso kämpfst du , wenn man das was du tust überhaupt so nennen darf, wenn du trotzdem verlierst? Du weißt es doch ganz genau, du bist eine undisziplinierte und schlampige Person die nichts auf die Reihe bekommt." Solche Dinge flüsterte Anfangs meine innere Stimme zu mir, jetzt schreit sie förmlich.
Ich kann nicht mehr so weiter machen, ich bin kaputt und völlig ausgelaugt. Ich habe heute versagt. Ich konnte nicht mal so jämmerlichen Keksen wiederstehen. Ich hatte nicht mal Hunger, ich wollte nur... ja genau was wollte ich eigentlich? Ich weiß es nicht. Und als ob das nicht schon genug ist pfeife ich mir am Abend noch ein Brötchen und Nudelauflauf hinein. Ich bin so eine Versagerin! Weshalb schaffe ich nicht einmal das was ich mir vornehme? Die anderen schaffen es doch auch!
Die Zahl auf der Waage hat mich heute ziemlich runtergezogen. Ich gebe meiner Mutter die Schuld. Sie zwang mich gestern zu Mittag zu essen, ich weigerte mich, sie wollte mich sonst aber nicht aus dem Haus gehen lassen. Ich könnte sagen ich hätte keine Wahl gehabt, aber es gibt immer eine Wahl. Trotzdem aß ich die fettigen schleimigen Nudeln und Abends als ich mit meinen Freundinnen in einem Restaurant saß schaufelte ich auch noch einiges in mich hinein. Tag gelaufen und der Morgen heute auch. Ich war noch optimistisch, das ich das heute wieder rausholen würde, die 400g, aber Pustekuchen.
Ich träume von einem Körper der mir nicht gegeben wurde. Andere würden sagen Gott hat es so gewollt, aber ich sage das Gott mich genau so schuf. Er wollte das ich lerne diszipliniert zu sein und wie ist kämpfen zu müssen.
Morgen nehme ich den Kampf wieder auf. Auch wenn ich pessimistisch bin, vielleicht übertreffe ich mich am Ende sogar selber. Und wie heißt es so schön? Zwei Schritte vorwärts, einen Schritt zurück.
Morgen werde ich mich nicht auf die Waage stellen, ich will einen besseren Start in den Tag als heute.
Janey♥
Dein Kopf lügt. Die Krankheit setzt sich auf deine Augen und boxt dein Gehirn damit du dich so siehst, damit du dich hasst. Du musst dich vom Spiegel abwenden, du brauchst ihn nicht. Das ist alles komplett für'n Arsch wenn du mich fragst. Im Endeffekt interessiert es nämlich niemanden was du im Spiegel siehst und perfekt wirst du dich eh nie finden. Also widme dich den wichtigeren Sachen im leben. Wenn du schön von innen bist wird es nach außen Strahlen, versprochen. Alles liebe
AntwortenLöschenHey meine Liebe,
AntwortenLöschenvielen Dank für dein aufmunterndes Kommi. :)
Ich wünsche dir auch viel Kraft und den nötigen Mut und Willen, aus dem dem Teufelskreis auszubrechen. :)
Liebe Grüße,
Marie :)
super schöner blog! und du sprichst mir total aus der seele. bin momentan auch am abnehmen.. zumindest versche ich es.
AntwortenLöschenschau doch mal bei meinem blog vorbei, würde mich freuen. vielleicht kann man sich ja auch gegenseitig motivieren?
love <3