Seiten

Dienstag, 10. September 2013

Mach mich fertig!

Kurzer Eintrag. Ich bin müde, erledigt und am Ende meiner Kräfte.
Nach einer Packung Kekse ging es mir seelisch kurzzeitig besser, bis ich merkte was ich tat. Ich habe Kekse gegessen.
Der Tag fing schon schlimm an. Ich wollte und konnte nicht aufstehen. Der Tag war so grau, es regnete und ich freute mich auf absolut gar nichts. Von der Zahl auf der Waage fange ich gar nicht erst an zu reden.Schule, nun ja, was soll ich sagen? Schule halt. Am Ende erfuhr ich noch das meine beste Freundin I. mit einer anderen Freundin nach der Schule schwimmen wollte. Ich frage mich die ganze Zeit nur weshalb sie so viel unternimmt und mir überhaupt nichts erzählt. Ich bin nicht sauer aber verletzt, ich habe ja diese magelnden Selbstwertgefühle. Später, als ich vor den Hausaufgaben saß bekam ich einen Nervenzusammenbruch. Ich saß ratlos und völlig hilflos da und meine Hoffnung das ich mein Abi schaffen könnte verließ mich.
Das alles sollte noch nicht reichen.
Heute, mein wöchentlicher Termin bei meiner Psychologin setzte dem ganzen noch die Krone auf. Anfangs war noch alles soweit ok, aber dann fing sie an über Bulimie zu reden. Sie benutzt das Wort "kotzen" dafür und sie sagte, sie fände es nicht gut. Zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich schon unwohl. Glaubt sie etwa ich würde es gut finden? Minuten später korrigierte sie sich und erklärte mir, sie hätte keine Meinung übers "kotzen", sie findet es nur nicht gut wie ich dadurch meinen Körper kaputt mache. Danke, das wollte ich hören.
Ich kann mich nicht daran erinnern was sie später noch sagte, aber es fühlte sich an als würde sich mich fertig machen. Sie könne mir nicht helfen, ich solle mir doch einen anderen Psychologen suchen, wenn ich aber endlich kapiere das ich Hilfe brauche und bereit bin etwas zu ändern könne ich auch wieder kommen.  Sie kann  und will sich nicht mehr für mich verantworten. Was soll das heißen? Sie redete und redete und dann fragte ich einfach ob ich gehen könne. Sie fragte, ob ich das denn jetzt alles so stehen lassen möchte. Wenn ja wolle sie nur noch hinzufügen, dass das nächste mal meine Mutter gerne mal  kommen könnte, mit mir oder oder mich. Ganz egal. Dann verließ ich das Haus.
Nie wieder werde ich dort hingehen, ich fühle mich nur noch schlechter als vorher. Natürlich können solche Therapiestunden einen aufwühlen, aber darf meine Therapeutin so mit mir reden?

So keine Lust mehr zu schreiben, bin fertig. Ich weiß nicht wie ich überhaupt weiterleben soll, kann mir niemand helfen? Das erste Mal habe ich meiner Psychologin etwas mehr von mir erzählt und dann das. Kann ich überhaupt jemandem erzählen was wirklich in mir vorgeht? Anscheinden nicht.

Janey♥

2 Kommentare:

  1. Tut mir leid, dass deine Therapeuten das so gesagt hat :(
    Aber sie meint es nicht so, es ist nun mal so das es sehr lange Wartezeiten gibt und Leute die auf der Liste stehen und Hilfe wollen bleiben so lang auf der Liste bis deine Therapeuten einen patienten nicht mehr hat , da sie dir nicht helfen kann eben weil du die hilfe nicht willst kann sie dich nicht therapieren.
    Deswegen sollst du nicht mehr zu ihr hin -nicht weil sie nicht nicht mag oder so.

    Liebste Grüße <3

    AntwortenLöschen
  2. Danke:*
    Ja ich verstehe das ja auch, aber ich will doch Hilfe, ich weiß nur einfach nicht wie. Ich hab mich ihr anvertraut und sie hat mich einfach immer nur verständnislos angeschaut. Ich habe mich wie das letzte gefühlt.
    Liebe Grüße♥

    AntwortenLöschen